Informatik für Geisteswissenschaftler

Informatik für GeisteswissenschaftlerInformatik und Geisteswissenschaften sind zwei Bereiche, die für viele Studenten nicht zusammenpassen. Dabei können Studenten ihre Berufschancen mit Programmierkenntnissen verbessern. Einige Unis bieten seit einigen Jahren nun spezielle Informatikstudiengänge für Geisteswissenschaftler an. Wir stellen zwei dieser Studiengänge vor.

Informatik für Geisteswissenschaftler – Wofür?

Web 2.0, Social Media und das Google-Imperium. Ohne Informatik läuft im 21. Jahrhundert nichts mehr. Kein Wunder, dass Informatikabsolventen beste Jobchancen haben. Für viele Geistes- und Sozialwissenschaftler sind html-Tags und Browsereinstellungen hingegen noch Dinge aus einer anderen Welt. Im Studium erfahren Historiker und Anglisten meist nur wenig über die Vernetzung von Geisteswissenschaften und Informatik.

Aus diesem Grund wurden Masterstudiengänge für Geistes- und Sozialwissenschaftler ins Leben gerufen. Die Technische Universität Chemnitz begründet die Gründung des Studienganges folgendermaßen:

“Die Geistes- und Sozialwissenschaften wenden zunehmend Techniken und Methoden der Informatik an. Hier fehlt es an gut ausgebildeten Fachkräften, die in beiden Welten zuhause sind. Der Studiengang Master für Geistes- und Sozialwissenschaftler wurde daher für Bachelorabsolventen eines geisteswissenschaftlichen Faches konzipiert und vermittelt fundierte Kenntnisse in der Informatik.” (Link zur TU Chemnitz)

Diese Begründung ist bezeichnend für die meisten geisteswissenschaftlichen Studiengänge. Anstatt die Berufschancen für Geisteswissenschaftler in der Wissenschaft zu verbessern, will man Forscher mit Informatikkenntnissen. Interessierte Studenten sollte dies jedoch nicht abschrecken, denn der spätere Berufsweg ist für Bachelorstudenten noch nicht festgelegt.

Studieninhalte – Informatik für Geisteswissenschaftler

Ein Blick auf die Inhalte verrät, dass die Masterstudiengänge sich meist in zwei Bereiche unterteilen: Erstens in Basismodule, in denen den Studierenden die Grundlagen der Informatik lernen. Der zweite Teil besteht aus Vertiefungsmodulen, in denen die Geisteswissenschaftler ihren eigenen Schwerpunkt wählen können. Vorteil ist dabei natürlich die große Auswahl, andererseits muss man sich schon zu Beginn im Klaren darüber sein, in welchen Gebiet man später arbeiten will. Der Grund: Die Schwerpunktmodule sind sehr unterschiedlich. Hier ein Auszug aus den Inhalten der Uni Bamberg:

Schwerpunkte: “Computing in the Humanities” (CitH)

Studiendauer: Informatik für Geisteswissenschaftler

Die Masterstudiengänge können in Voll- und Teilzeit studiert werden. Das Vollzeitstudium orientiert sich an der normalen Studiendauer und beträgt 4 Semester. In Teilzeit verlängert sich das Studium auf 8 Semester. Der Aufwand halbiert sich dabei im Teilzeitstudium. Allerdings stellt sich die Frage, ob der Masterstudiengang berufsbegleitend studiert werden kann oder ob der Aufwand nicht immer noch zu hoch ist.

Fazit: Gute Chancen für Geisteswissenschaftler in der Wirtschaft

Informatik für Geisteswissenschaftler? Ein gutes Angebot für Studentinnen und Studenten, die bereits zum Ende ihres Bachelors wissen, dass sie nicht in die Forschung einsteigen wollen. Allerdings sollten sich Bewerber schon früh überlegen, in welchem Bereich sie später arbeiten wollen. Da die Studienschwerpunkte sehr unterschiedlich ist, sollte man bereits wissen, welche Fähigkeiten im Traumjob besonders gefragt sind.

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